Wie man mit einer Mala meditiert und die kraftvollen Vorteile der Mantra-Meditation

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie man mit einer Mala meditiert? Oder warum die Mantra-Meditation so effektiv ist? In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie über die Verwendung von Mala-Perlen für die Mantra-Meditation wissen müssen, damit Sie noch heute mit dieser einfachen, aber tiefgreifenden Praxis beginnen können!

Mantra-Meditation ist, wie der Name schon sagt, eine Form der Meditation, die dazu dient, den Geist zu fokussieren und das endlose, innere Geplapper unserer Gedanken zu ersetzen. Diese uralte Praxis wird seit Tausenden von Jahren angewandt, ist jedoch in der westlichen Welt bisher nicht aufgefallen. Dank technologischer Durchbrüche und hochmoderner Studien auf dem Gebiet der Neurowissenschaften haben Forscher kürzlich entdeckt, dass das Rezitieren von Mantras tatsächlich gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.

Während der Mantra-Meditation (auch Mantra-Rezitation genannt) wird die normale Gehirnfunktion unterbrochen, da der Praktizierende seinen Fokus auf eine einzige Aufgabe verengt – das Wiederholen des Mantras, während er eine Mala als Hilfsmittel verwendet, um die Geschwindigkeit, den Rhythmus und die Anzahl der Rezitationen im Auge zu behalten, ohne den Fokus auf das Mantra selbst zu verlieren.

Lassen Sie uns kurz über Wissenschaft reden.

Forscher an der Universität Linköping in Schweden haben die Gehirnaktivität in einem System von Regionen gemessen, das als Default Mode Network (DMN) bezeichnet wird – dem Teil des Gehirns, der für das Abschweifen der Gedanken selbst im Ruhezustand verantwortlich ist.

Forscher fanden heraus, dass die Aktivität im DMN während der Mantra-Meditation deutlich abnimmt; ein Phänomen, das heute als „Mantra-Effekt“ bezeichnet wird.

In zwei unabhängigen Studien haben Forscher herausgefunden, dass Mantra-Meditation die Aktivität in den Teilen des Gehirns, die mit Gedächtnis, Selbstbewusstsein und Emotionen in Verbindung stehen, deutlich steigern kann. In der ersten Studie wurde die Gehirnaktivität bei Personen gemessen, die über umfangreiche Meditationserfahrung verfügten. In der zweiten Studie hatten die Teilnehmer keine Meditationserfahrung. In beiden Studien wurden vor und nach der Übungsphase Tests durchgeführt, um die Gehirnwellenaktivität zu messen. Die Forscher untersuchten die Gehirnaktivität während der Mantra-Meditation und fanden heraus, dass die Alphawellen, die normalerweise anzeigen, dass eine Person wach, aber entspannt ist, im Frontallappen am stärksten waren, einem Bereich, der mit Aufmerksamkeit, Konzentration und anderen „höheren“ kognitiven Funktionen in Verbindung gebracht wird. Sie fanden heraus, dass Mantra-Meditation Teile des Gehirns stimuliert, von denen angenommen wird, dass sie mit Bewusstsein und Selbstbewusstsein in Verbindung stehen.

Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die viel meditieren, in mehreren Bereichen des Gehirns, wie dem auditorischen und sensorischen Kortex sowie der Inselrinde und den sensorischen Regionen, eine größere Menge grauer Substanz aufweisen. Sie fanden auch eine erhöhte graue Substanz im Frontalkortex, dem Bereich des Gehirns, der mit Entscheidungsfindung und Arbeitsgedächtnis verbunden ist. Graue Substanz ist ein Bestandteil des zentralen Nervensystems und besteht aus Neuronen (allgemein als Gehirnzellen bezeichnet), die der Informationsverarbeitung im Gehirn dienen.

 

Warum ist das wichtig?

 

Bei den meisten Menschen schrumpft der Frontallappen mit zunehmendem Alter, bei erfahrenen Meditierenden ist das jedoch nicht der Fall. Tatsächlich deutet die Forschung auf das Gegenteil hin: Menschen über 50, die eine etablierte Meditationspraxis haben, haben die gleiche Menge an grauer Substanz im Gehirn wie Menschen, die halb so alt sind.

Das ist unglaublich für Langzeitmeditierende, aber was ist mit Menschen ohne Meditationserfahrung?

 

Um herauszufinden, ob das Phänomen auf Langzeitmeditierende beschränkt war, starteten die Forscher eine zweite Studie mit Teilnehmern ohne Meditationserfahrung und die Ergebnisse waren erstaunlich. Die Teilnehmer wurden angewiesen, 8 Wochen lang jeden Tag 40 Minuten zu meditieren.

In nur zwei Monaten erlebten die Teilnehmer eine enorme Veränderung zum Besseren. Bildgebung zeigte eine Verdickung in mehreren Gehirnregionen, darunter Bereiche, die an Lernen, Gedächtnis und emotionaler Regulierung, Empathie und der Fähigkeit, mehrere Perspektiven einzunehmen, beteiligt sind. Die Teilnehmer erlebten eine Verringerung des Stressniveaus aufgrund einer Schrumpfung der Amygdala, der Region, die für Angst, Beklemmung und Aggression verantwortlich ist.

Für lebenslange Meditierende, die diese tiefgreifenden Vorteile aus erster Hand erfahren haben, ist dies keine Überraschung, aber auf dem Gebiet der Neurowissenschaften und Psychologie ist dies erst der Anfang. Die Suche nach Alternativen zu Arzneimitteln zur Behandlung psychischer Störungen weckt ein wachsendes Interesse, weshalb Studien wie diese so wichtig sind, insbesondere weil sie überall und jederzeit durchgeführt werden können; außerdem sind sie absolut kostenlos!